Tempo passt, Distanz noch nicht

Nach dem LaLa am Sonntag und dem gestrigen Intervalltraining ist das die Erkenntnis: die Schnelligkeit ist wieder da, mit der Ausdauer hapert es noch – oder mit dem Vertrauen in die eigene Ausdauer.

Am Sonntag war ich mit Lutz und Wolfgang in der Lüneburger Heide zu einem „25er und mehr“ verabredet. Ich hatte grob eine Gegend für den Lauf herausgesucht, Wolfgang hat bei gpsies.com eine 25km-Strecke zusammengeklickt, und so trafen wir uns am Sonntag um 8:00h zu einem gemeinsamen Lauferlebnis.

So gerne ich alleine laufe, so gerne ich meine Podcasts im entspannten Lauftempo höre, so gerne ich selbst entscheide, wann ich etwas anziehe oder Tempo rausnehme, so gerne laufe ich die richtig langen Strecken gemeinsam mit anderen. Ab zweieinhalb Stunden wird’s mir nämlich meistens langweilig. Wenn man dann noch gute Laufkumpels dazu motivieren kann, die noch dazu etwa das gleiche Leistungsvermögen haben, und auch alles nicht so verbissen sehen, dann steht einem perfekten Lauf nichts im Wege.

Wir hatten auf unserer 22km-Runde (wir sind die Strecke aus irgendwelchen Gründen nicht exakt abgelaufen) keine Sekunde Langeweile, viele Gesprächsthemen, und somit extrem viel Spaß. Die Strecke war hügeliger und somit anspruchsvoller als erwartet, wozu auch der fiese Heidesand beitrug. Trotzdem konnten wir ein Tempo von etwas über 6 Minuten/Kilometer gut halten. Dabei kam unter anderem heraus, dass wir alle schon die Marathons für’s nächste Jahr geplant haben. Schön, wenn man unter Gleichgesinnten ist!

Am Ende der Runde verabschiedete sich Wolfgang, der nur 22-25km auf dem Zettel hatte, und ich ging mit Lutz noch auf eine kleine, knapp 6 km lange Runde. Da ging’s auch nochmal bergauf, und ich musste zwei Gehpausen einlegen. Vermutlich eine reine Kopfsache… Ich bin aber froh, dass wir das noch gemacht haben, denn so habe ich zwar die 32-35km aus dem Trainingsplan nicht erreicht, mit 28 km bin ich aber ganz zufrieden.

Gestern standen dann Intervalle an: 8 x 500 m in einer Pace von 4:26 min./km mit je 500 m Trabpause. Wie schreibt schoaf in seinem Trainingsplan so schön: eine „Gute-Laune“-Einheit, die auch dazu dienen soll, sich selbst zu zeigen, wie schnell man grundsätzlich zu laufen im Stande ist, um damit auch das eigene Selbstvertrauen zu stärken.

Ich fühlte mich gut, das Wetter passte – nicht zu warm, nicht zu kalt, kein Regen, kein Wind, keine pralle Sonne – und ich fuhr mit dem Auto zu meiner Intervallstrecke am Klärwerk. Nach etwa 1 km einlaufen habe ich die Intervalle dann gut absolviert. Natürlich war es anstrengend, aber auf 500 Meter ist es wirklich möglich ein relativ hohes Tempo zu halten. Die Trabpausen sind allerdings ebenso kurz, und man läuft sie automatisch recht langsam. Wie schoaf schon ankündigte: eine echte Stärkung für’s Selbstvertrauen und die Erkenntnis, dass das Tempo passt!

Jetzt muss nur noch die Distanz klappen, das werde ich beim nächsten 30er am Samstag testen!

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