konservierte Form – Frankreich, ein Radfahrerland

Der Urlaub ist vorbei. In drei Wochen war ich doch tatsächlich sechsmal laufen, meistens langsam und nur etwa 10 km. Ich wollte wissen, wie sich das – im Anschluss an vier Wochen „Nach-Marathon-Joggerei“ auf meine Form ausgewirkt hatte.

Ich hatte nach der Staffel kaum Tempoläufe absolviert und wollte mich noch nicht dem Trainingsplan für den Bremen Marathon unterwerfen. Also habe ich mir zum Ziel gesetzt, Test-Intervalle zu laufen: fünfmal 1000 Meter unter 5:00 Minuten mit 1000 Meter Pause. Ich war doch sehr überrascht, dass ich diese nahezu problemlos schaffte (4:45; 4:58; 4:51; 4:52; 4:52).

Ob ich in gleich guter Verfassung bin, wie vor dem Urlaub, kann ich allerdings klar beantworten: Nein! Die Waage zeigt zwei Kilo mehr an als vor Rotwein und 3-Gänge-Menüs, die man in Frankreich selbst in mittelmäßigen Restaurants vorgesetzt bekommt. Jetzt wird wieder bewusster gegessen, damit zumindest die beiden Kilos wieder runter kommen.

Diese Woche habe ich auch mit dem Trainingsplan begonnen, der damit ein 9-Wochen-Plan zur Vorbereitung auf Bremen wird. Bisher gab es erst eine Einheit, „16-19 km in MRT +12“, für die ich den Lauftreff nutzen wollte. Im Lauftreff werden immer um 10-12 km gelaufen. Hin- und Zurücklaufen sind weitere 5 km, das würde also schon passen.

Diesmal waren wir nur zu zweit und Stefan hatte eine Bergeinheit für uns herausgesucht. Damit meint man hier im Norden das, was woanders noch nicht mal das Etikett „Hügel“ verpasst bekäme, die Steigungen sind jedoch trotzdem knackig. Interessant dabei: Stefans Trainingsstrategie sah vor, ein paar Minuten vor dem Berg zu gehen, um dann zu beschleunigen, und den Berg im Tempodauerlauf zu bezwingen. Das ganze bei drei Bergen eben insgesamt dreimal. Diese besondere Art Intervalle machte sehr viel Spaß und belohnt wurden wir mit zwei Kilometern abwärtslaufen am Ende.

Alles in Allem bin ich auf etwas über 17 km gekommen, der km-Schnitt aber ist durch die Gehpausen wenig aussagekräftig. Eine Einheit, die richtig Spaß machte, auch wenn man sich dreimal den „Gipfel“ herbeisehnte.

Heute sind dann die Intervalle aus dem Trainingsplan dran: 6-8 x 1000 m in 4:40 min. mit je nur 500 m Trabpause. Das wird knackig, auch weil es heute doch recht drückend ist. Ein weiterer Test, ob die Form hält!

Noch ein Wort zu Frankreich: man merkt, dass Radfahren die Sportart Nummer 1 ist. Man sieht kaum Läufer (grüßt sich dann aber genauso wie hier) und, was noch viel schlimmer ist, man bekommt kaum Laufsachen zu kaufen, schon gar nicht reduziert. Decathlon-Läden gibt es dafür an jeder Ecke (Decathlon ist eine französische Firma) und so konnte ich zumindest bei Unterwäsche, Socken und einem weiteren Laufcap zuschlagen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *