cooler geworden

Ich habe festgestellt, dass ich betreffend meiner Trainings- und Wettkampfplanung deutlich cooler geworden bin. Ich habe im Laufe meines Trainings nun festgestellt, was ich kann – und was ich nicht kann.

Zudem weiß ich nun, dass auch eine prima Vorbereitung völlig unerheblich ist, wenn einem am Wettkampftag das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht. Ich glaube, das nennt man „Erfahrung“…

Diese Erfahrung ist Gold wert (und durch nichts zu ersetzen, wie man weiß). Ich habe mittlerweile einige Halbmarathons absolviert und würde heute aus dem Training heraus einen laufen können. Ohne großartige spezielle Vorbereitung, aber natürlich auch ohne große Ambitionen. Aber noch vor einem Jahr hätte ich gesagt „Halbmarathon? Morgen? Aber ich bin doch gar nicht vorbereitet!“.

Bewusst geworden ist mir das bei der Suche nach einem für mich passenden Herbstmarathon. Der Urlaub gibt den Trainingsrahmen vor: ich werde im Juli nicht so intensiv trainieren können wie der Trainingsplan das vorsieht und bin Mitte Oktober nochmal eine Woche weg. Da Frankfurt am 30.10. stattfindet, hatte ich ja geplant, dort zu starten. Normales Training bis Mitte Oktober, dann Tapering im Urlaub und nach der Rückkehr Marathon laufen. Im Lauftreff wurde mir aber dringend davon abgeraten, im Urlaub zu tapern, da man dann den Urlaub nicht genießen kann. Das leuchtete mir dann doch ein.

Also fiel Frankfurt Ende Oktober weg. Schade, Nicole! Ich war schon soweit, dass ich dann eben doch keinen Marathon mehr dieses Jahr laufen würde, bis ich – wieder durch Lauftreff-Leute – davon überzeugt wurde, doch Bremen am 02.10. in Erwägung zu ziehen. Vorteil: das ist fast um die Ecke (in einer knappen Stunde erreichbar) und ich könnte den Urlaub dann in vollen Zügen genießen. Der Nachteil ist, dass ich ab Anfang August eben nur neun Wochen Vorbereitungszeit statt vom Trainingsplan geforderter 12 Wochen haben würde. Und genau da kommt die neue Coolness ins Spiel: „so what?“ habe ich mich neudeutsch gefragt und mich schnell mit dem Gedanken angefreundet, dass das dann eben ausreichen muss. Dass ich 42,wasweißich Kilometer laufen/gehen kann, habe ich mir ja schon bewiesen. Ich kann in diesen zweiten Marathon wesentlich entspannter gehen als in den ersten. Ich werde im Juli-Urlaub laufen, allerdings nicht nach Trainingsplan und sicherlich keine 30er. Ich werde ab August in den Trainingsplan einsteigen und ihn versuchen, durchzuziehen. Dann werde ich Anfang Oktober Marathon in Bremen laufen und mich kurz darauf in den wohlverdienten Urlaub begeben.

So wird ein Schuh draus!!! Apropos Schuh: ich habe neue Schuhe bestellt, mehr darüber bald hier!

Ach ja: natürlich habe ich mich auch gleich für den Bremen Marathon angemeldet!  😀

Ein Gedanke zu „cooler geworden“

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