Countdown läuft – VIER

Habe ich schon gesagt, dass ich nervös bin? Naja, jetzt nicht zittrig oder so, aber doch angespannt, aufgeregt, irgendwie wie so ein Rennpferd in der Startbox. Wobei ich mir gerade vorstelle, wie ich als Pferd wohl aussehen würde. Ähem… Was für ’ne Mähre. Schlechter Vergleich! Lassen wir das.

Ich bin momentan begeistert über den Zuspruch aus allen Ecken. Heute kam eine Kollegin an meinen Schreibtisch, mit der ich sonst eher wenig zu tun habe. Sie sagte, Sie sei morgen und übermorgen nicht da, wollte es aber nicht versäumen, mir noch viel Glück zu wünschen! Das fand ich ja mal toll. Eine Minute später kriege ich eine Mail von meinem Lauffreund Wolfgang, der mir Glück wünscht und seine Unterstützung als „Streckenposten“ anbietet. Wolfgang: danke dafür! Ich hoffe, dass es bei Dir bald wieder „läuft“ und wir noch viele Kilometerchen nebeneinander herlaufen können!

Kurz darauf kommt per Facebook eine Nachricht von Nicole, die bereits einige Marathons auf dem (schmalen) Buckel hat. Sie versucht mich zu beruhigen, in dem sie mir von einer Bekannten erzählt, die bei ihrem ersten Marathon problemlos durchgelaufen sei und dabei – bei ähnlicher Zeitprognose – deutlich unter 4 Stunden blieb. Es wäre also keineswegs sicher, dass ich einbrechen würde. Nicole, ich hab‘ Dich durchschaut, aber das ist tootal nett von Dir! Danke!

Lizzy, Anne und Lutz, für den es ja auch der Erste ist, haben sich hier ja auch schon ähnlich geäußert und Hennes macht das im RW-Forum. Daumen hoch! Was soll ich sagen: Ihr seid alle super! Alle, die ihr mir die Nervosität versucht zu nehmen, alle, die ihr mich mit guten Tipps versorgt, alle, die ihr mir Mut zusprecht! Klasse! Ich hoffe, bis Sonntag die nötige Ruhe zu bekommen, um nicht zu verkrampft in den Wettkampf zu gehen. Ich hoffe auch, dass ich es genießen kann. Wie sagte Nicole noch: „genieße den ersten Marathon, die nächsten willst Du bestimmt ernsthafter auf Zeit laufen“. Wird schon :-)

Gestern bin ich nochmal 5 km nicht zu schnell gelaufen. Ich wäre gerne weiter und länger unterwegs gewesen, aber natürlich habe ich mich gezügelt (da ist er wieder, der Vergleich mit dem Pferd). Heute sind nochmal Intervalle dran: 3×1000 im Marathon-Renntempo. Eigentlich vier, aber Hennes, mein Ferncoach, hat mir ja ein Intervall gestrichen. Dann war’s das mit Training…

Zwickt da eigentlich gerade mein Knie?

4 Gedanken zu „Countdown läuft – VIER“

  1. Steffen, ich komme aus einer Familie die immer beruflich mit Rennpferden zutun hatte, und glaube mir: Da gibt es unzählige solcher Vergleiche :-)
    Aktuell: Auch bei Pferden die zu kurz vor dem Rennen noch zuviel trainiert wurden, sagt man „die haben ihr Rennen schon im Bauch“ DU machst also alles richtig derzeit.
    Am Vortag der Rennen geht man immer noch eine kleine Galoppeinheit, sehr kurz. Das ebenfalls für dich: ZWEI KM zum Lockern sollten reichen.

  2. Ulli, wie konnte ich Dich vergessen bei der Aufzählung meiner Unterstützer? Ich wusste es…
    Ich danke Dir sehr! Die 2 km habe ich von unserem gemeinsamen Coach Hennes auch verordnet bekommen. Er empfiehlt, das im Wettkampfoutfit inkl. Startnummer zu machen. Damit tue ich mich etwas schwer. WK-Outfit krieg ich ja noch hin, aber mit der Startnummer um den Block rennen… Ich weiß nicht.
    LG
    Steffen

  3. Steffen, ich muss jetzt doch nochmal was schreiben–also die Läuferin existiert wirklich(nun ok–sie hatte Unterstützung von ihrem Mann, der ihr die Getränke usw von den Ständen geholt hat und sie konnte einfach durchlaufen–was heißt einfach….lach–anstrengend genug). Zugegebenermaßen kenne ich wesentlich mehr, die beim ersten Marathon eingebrochen sind(eigentlich nur Männer—ähem ist halt so). Aber das sind sie nur, weil sie gleich die aufgrund ihrer Unterdistanzen errechnete Zeit laufen wollten. Aaaalso–wenn du gediegen losläufst–so wie du es vorhast–dann brichst du nicht ein—glaub ich nicht…nenenee. Ich meine–ein Zuckerschlecken wird es nicht, aber sieh selbst…
    Ich wünsch dir einen tollen Lauf. Liebe Grüße
    Nicole

    1. Danke für Deinen Kommentar, Nicole! Natürlich gehen „wir Männer“ immer volle Granate, volle Lotte, volle Kanne, gib ihm, hau wech, um dann wegen der widrigen Bedingungen die Vorgaben leider nicht erfüllt zu haben. Aber da nun wirklich JEDER sagt „mach erstmal die Erfahrung, denk nicht an Zeiten, Du wirst schon sehen…“, geht man(n) halt drauf ein.
      Das schöne ist: egal, was passiert, ab morgen kann ich das auch sagen „mach erstmal die Erfahrung. Das ist nicht ohne! So’n Marathon ist kein Tausendmeterlauf!“
      LG
      Steffen

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