keine Zeit

Am Wochenende habe ich eine Entscheidung getroffen. Nachdem ich nun voll auf den 4-Tage-Trainingsplan-Zug aufgesprungen bin, und die langen Läufe um 30 km sind und damit um 3 Stunden dauern, vermisse ich eines immer mehr: Zeit für andere Dinge, z.B. meine Familie.

Die Konsequenz liegt auf der Hand: ich muss das Training wieder runterfahren. Dreimal die Woche ist auch ok, maximal 20 km ist auch lange genug.

Das schließt einen weiteren Marathon nach Hamburg erstmal aus, denn mein Anspruch ist es schon, gut vorbereitet in einen Wettkampf zu gehen.

Also: bis Hamburg, 22. Mai, wird weitertrainiert nach dem Marathonplan. Viermal die Woche, mit bis zu 85 Wochenkilometern. Da muss ich, da muss die Familie jetzt noch durch. Danach werde ich erstmal keinen Marathon mehr laufen, sondern mich eher auf die Distanzen 10 km und Halbmarathon konzentrieren. Das geht gut mit dreimal die Woche trainieren, maximal 15-18km „LaLa’s“ (witzig, dass ich 18 km nicht mehr wirklich als LaLa ansehe). Klingt irgendwie wie das Paradies. Und ist nichts anderes als das, was ich letztes Jahr schon hatte… Schon bekloppt. Aber ich hab ja auch nie das Gegenteil behauptet! 😀

4 Gedanken zu „keine Zeit“

  1. Hi,
    wie sagt der Ruhrpottler? Watte ma ab.
    Lauf mal schön in HH, hol dir das Gefühl des „finishens“ ab.
    Lass uns einige Tage danach mal über das Thema Marathon reden.
    Ich bin sehr auf das Ergebnis gespannt 😉
    aber ich verstehe gut was du sagst, du investierst deutlich mehr als ich – und mir reicht es neben dem anstrengenden Job schon vollkommen, der Körper schreit schon……
    Viel Spaß, Erfolg & vor allem Gesundheit weiterhin in der Vorbereitung, wir sehen uns mind. 2* demnächst 😉

    Grüße,
    Lutz

    1. Tja Lutz, mein wirkliches Problem ist wohl, dass ich nur ausreichend vorbereitet in einen Marathon gehen würde. Und die Zeit, die ich für diese Vorbereitung aufbringen muss, belastet mein Familienleben. Der Haussegen hängt nur deshalb noch nicht schief, weil ich das eben auf die jetzige Marathon-Vorbereitung einschränken kann.
      Würde ich mir gestatten, auch schlecht vorbereitet zu laufen, hätte ich mich wohl schon für Frankfurt angemeldet. Das ist das Maximum, was nach HH passieren kann, aber dann muss ich auch „schlechte Zeiten“ akzeptieren.

  2. Hallo Steffen,

    kann dich sehr gut verstehen! Einen Wettkampf mit schlechter Vorbereitung mag ich auch nicht laufen. Aber gut vorbereitet zu sein, frisst einfach tierisch viel Zeit, die man anderswo abknappsen muss (Familie, Broterwerb, andere Hobbies und Interessen). So gesehen bin ich um meine momentane Verletzungspause fast froh – ich hab auf einmal so viel Zeit für anderes. Aber letztlich geht doch nix übers Laufen.

    Wünsch‘ dir auf jeden Fall, dass du eine gute Balance findest zwischen deiner M-Vorbereitung und dem Familienleben. Und was nach Hamburg wirklich aus deinen Laufzielen wird, sollte die Zeit zeigen … zum Glück kannst du ja immer wieder mit deinen Lieben gemeinsam entscheiden, wohin deine (Lauf-)Reise gehen soll!

    LG,
    Anne aka kobold

  3. Hallo Anne,
    schön, Dich hier zu sehen!
    Meine Kinder rollen schon mit den Augen, wenn ich die Laufsachen anziehe („jetzt geht er schon wiiieder laufen“), die Frau Gemahlin hält sich – noch – dezent zurück. Ich selbst merke, dass es bei 3½ Stunden durch die Gegend schlurfen dann doch irgendwann langweilig wird. Das kannte ich bisher nicht. Aber wie schon gesagt: erstmal Hamburg, dann schauen wir weiter!
    LG
    Steffen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *