Sub 10 Wochen

Keine 10 Wochen mehr bis zum Marathon. Die Vorbereitung läuft gut, die Teilnahmebestätigung ist auch da, eine Startnummer (3055) bekam ich zugeteilt, für den Folgetag habe ich Urlaub genommen.

Vorbereitung:
die ersten beiden 30er sind im Sack, wie ich hier ja lang und breit verkündet habe. Es kommen noch ein paar (3 oder 4), die restlichen Langen sind unter 30 km. Die Tempoläufe klappen allesamt gut, Intervalle sind teilweise noch schwierig. Ich werde heute abend noch 1.500 m – Intervalle laufen. Mal sehen, wie das heute geht.

Ja, meine Startnummer ist also die 3055. Spektakulär irgendwie. Die erste Marathon-Nummer. Ob ich die auch am 22.05.2011 ins Ziel tragen werde, weiß ich nicht. Da kann noch viel passieren, nicht nur erst im Lauf selbst. Einer aus dem Lauftreff hat neulich eine Bordsteinkante übersehen: Rippenbruch. Er wollte in Hannover seine Marathon-PB knacken, daraus wird wohl nix.

Ich überhüpfe seitdem jede Bordsteinkante wie ein Reh (was nicht heißt, dass ich äußerlich auch nur annähernd an ein solches erinnere). Krank werden kann man natürlich auch noch. Oder von der Leiter fallen, sich bei der Gartenarbeit in den Fuß schneiden. Also meide ich jetzt auch Gartenarbeit und gehe nicht nur nicht unter Leitern durch, sondern auch nicht auf sie rauf. Die Liste ist unendlich.

Den Streckenplan habe ich mir mehrfach angeschaut, und mit einigen Leuten gesprochen, die den Marathon schon mitgelaufen sind. „In Ohlsdorf wird’s hart“, „City Nord ist so öde, aber die Stimmung in der ‚Nordkurve‘ ist super“ usw. Ich mache mir auch schon Gedanken, mit welchem Tempo ich wohl am besten angehen soll. Ich weiß, dass 97,13% aller Marathon-Neulinge für den Marathon länger brauchen als sie leistungsmäßig draufhätten. Da ich in den wenigsten Lebenslagen zu den 2,87% Rest gehöre, vermute ich, dass das auch bei mir so sein wird. Nur: soll ich das von Anfang an mit einkalkulieren, soll ich drauf warten, dass ich einbreche? Soll ich überhaupt irgendwie auf ’ne Pace achten? Nein, bitte seht davon ab, mir zu sagen, ich solle halt einfach laufen. Dann laufe ich garantiert zu schnell an und breche irgendwann brutal ein. Ich muss einfach eine Vorgabe haben, an die ich mich klammern kann. Ich muss meine Pace im Auge haben, und wenn’s auch nur bei jeder Kilometermarke ist.

Ach ja: auch wenn sich das nicht so anhört: noch bin ich ruhig 😀

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