ist schon ein Ding…

… was so in einem vorgeht. Ich ziehe ja gerne den Vergleich eines langen Wettkampfs mit der Geburt eines Kindes. Ich weiß, dass dieser Vergleich hinkt, und ich entschuldige mich auch bei allen Müttern dafür:

vorher (vor dem Wettkampf bzw. vor der Geburt) weiß man nicht so recht, was auf einen zukommt. Zwischen die vorherrschende Vorfreude mischen sich Zweifel und Sorge. Wenn es dann losgeht, ist man angespannt, aufgeregt, ängstlich. Währenddessen denkt man, was das hier eigentlich soll, dass man das so gar nicht gewollt hat, und dass es bitte aufhören soll. Man macht trotzdem weiter (hier hinkt der Vergleich extrem, denn beim Wettkampf könnte man aussteigen). Wenn es dann endlich vorbei ist, ist man überglücklich und schwört gleichzeitig, dass man das nie nie wieder durchmachen möchte. Kurze Zeit später denkt man darüber nach, ob man denn nicht noch ein weiteres Mal…

Liebste Ehefrau von allen, Mutter meiner Töchter: sei mir nicht böse, ich habe ja keine Ahnung, wie das mit dem Kinderkriegen ist. Ich bin nur froh, dass ich sie nicht kriegen musste. 😉

Warum ich das alles erzähle, ist offensichtlich: mir geht’s gerade wieder genauso. Ich habe den 31 km Lauf sehr gut überstanden. Währenddessen und kurz danach habe ich den Marathon verflucht (s. Blogeintrag von gestern). Nach zwei Stunden war ich komplett wiederhergestellt (ich habe übrigens gestern auch zufällig gelesen, dass feste und flüssige Nahrung etwa zwei Stunden braucht, bis sie in den Speichern angekommen ist und diese langsam wieder gefüllt werden). Ich hatte gestern früh noch leichten Muskelkater in den Beinen, aber schon am Abend ging es mir wieder sehr gut. Ich freue mich auf die Tempoeinheit heute abend im Lauftreff. Und nächstes Wochenende stehen dann „nur“ 21-24 km an, das wird auch toll!

Seltsam? Oder einfach nur natürlich? Die Natur hat das Verblassen negativer Erfahrungen eingerichtet, damit wir z.B. nicht aussterben (s.o.). Ich werde wohl noch häufiger fluchen auf dem Weg zu meinem ersten Marathon, aber laufen will ich ihn schon! Mal sehen, was ich nach dem nächsten 30er sage 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *