gute Entscheidungen

In diesem Jahr habe ich – was das Laufen betrifft – mehrere gute Entscheidungen getroffen. Angesichts des Wetters drängt sich eine immer mehr als die beste aller Entscheidungen auf:

Ich habe für mich entschieden, dass das Wetter niemals ein Grund sein darf, nicht laufen zu gehen. Das macht mir das Leben sehr viel leichter, denn die Frage „gehe ich oder gehe ich nicht?“ darf sich bei konsequenter Einhaltung dieser Regel dann eben niemals stellen. Natürlich stelle ich sie hin und wieder trotzdem; der Reflex, bei Schneeregen schön zu Hause auf dem Sofa zu bleiben, ist natürlich da, aber es bleibt beim Reflex und ich gehe doch laufen.

Im Gefolge dieser Entscheidung sind mir dieses Jahr einige Dinge klar geworden:

  • es ist gar nicht so schlimm, bei Regen zu laufen. Vielleicht ist es am Anfang etwas unangenehmer, aber wenn man erst mal ein paar Minuten unterwegs war, ist es sogar toll.
  • es ist gar nicht so schlimm, bei Schnee zu laufen. Es ist anstrengend, weil man mehr rutscht, aber solange es nicht glatt ist, macht es sogar viel Spaß.
  • es ist gar nicht so schlimm, im Sommer bei Hitze zu laufen, man muss halt nur versuchen, auf den Morgen oder den Abend ausweichen.
  • es ist total doof, bei Gegenwind zu laufen – aber da muss man eben durch
  • letztlich ist es nur eine Frage der richtigen Kleidung. Das Zwiebelprinzip und mindestens ein weiteres Paar Schuhe zum wechseln sind DIE Bekleidungstipps überhaupt für jeden Läufer. Was man bei der Anwendung des Zwiebelprinzips macht, bleibt jedem selbst überlassen und ist definitiv nur durch Erfahrung und individueller Empfindung zu beantworten. Die Unterschiede und Vorlieben sind extrem.
  • in der Gruppe zu laufen, bringt die benötigte „Tempohärte“. Der Gruppendruck ist ein idealer Pacemaker. Sich dabei mit Gleichgesinnten zu unterhalten, macht zudem noch Laune.
  • bei langen Läufen liebe ich es allerdings, alleine zu laufen. Ob mit oder ohne meine Podcasts auf den Ohren: zwei und mehr Stunden durch die Natur zu laufen, ist etwas, was ich nicht mehr missen möchte. Was nicht heißt, dass das mit Begleitung nicht funktioniert (s.u.)
  • Schneller zu werden macht weniger Spaß als schneller zu sein :-)
  • NACH dem Laufen stellt sich in der Regel ein tolles Gefühl ein. Die heiße Dusche ist wie eine Belohnung

Die meisten Punkte dieser Liste (die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat) kann man nur durch Ausprobieren herausfinden. Das nächste, was ich ausprobieren werde, sind längere Strecken. Ist natürlich relativ. Die Ultraläufer, die gerade den 140 km langen „KOBOLT“ von Koblenz nach Bonn über den Rheinsteig absolviert haben, lächeln sicherlich nur müde, wenn ich von „längeren Strecken“ rede. Ich meine damit nämlich „nur“ über 30 km. Mein längster Lauf bisher war die Scharmützelseebesiegung im September mit knapp 28 km. Ende Dezember, „zwischen den Jahren“ werde ich mit Lutz die 30 km Marke knacken – und sicherlich berichten.

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