es schneit, es schneit…

…kommt alle aus dem Haus! Ok, ich gebe zu: gestern war’s irgendwie einladender. Sonne, -3°, Neuschnee, kaum Wind. Gestern hatte ich aber keine Zeit zu laufen. Heute waren 15-20 km ohne Tempo- oder Pulsvorgabe geplant.

Heute morgen hatte ich dann aber als erste Trainingseinheit „Schnee von der Auffahrt schieben“. Etwa 5-7 cm Neuschnee hatte es über Nacht gegeben, die mussten erstmal beiseite geräumt werden. Es schneite bzw. schneeregnete immer noch ein bißchen, die Temperaturen waren auf erträgliche 0° gestiegen. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten ging ich nur etwa 30 Minuten nach dem Frühstück los. Normalerweise warte ich mindestens 90 Minuten, in letzter Zeit auch mal nur 60. Da ich ja kein Tempo machen wollte, war das auch kein Problem.

Gegen den Schneeregen mit Kappe (Stirnband drunter) und Regenjacke gerüstet trabte ich los. Die „warmen“ Temperaturen waren toll, da friert einem nicht gleich das halbe Gesicht ein. Was so ein paar Grad Unterschied ausmachen können!

Es war teilweise recht beschwerlich, durch den lockeren Schnee und Schneematsch zu laufen. Meine Trailschuhe haben ja in diesem Winter ihre Daseinsberechtigung erhalten, sie sind auch sicherlich griffiger als meine „schnellen“ Treter, aber bei diesen Schneeverhältnissen hatten sie es auch schwer. Der Schnee muss ja aus der groben Sohle wieder raus, und je pappiger er ist, desto schlechter klappt das.

Nach einem eher gemütlichen Kilometer mit über 6:00 lief ich trotz der Widrigkeiten zwei oder drei schneller und hatte so bei Kilometer 9 einen Schnitt von 5:45 herausgelaufen. Geschneit hatte es dabei nur recht wenig. Nun kam ich an eine Stelle, an der ich mich normalerweise entscheide, eine kleine Runde hinzuzufügen oder eben nicht. Prompt setzte Schneeregen ein und ich lief im Gegenwind. Boah, war das fies! Die Entscheidung fiel also gegen die Zusatzrunde…

Es folgten drei beschwerliche Kilometer, die noch dazu entlang der Bundesstraße verlaufen. Hier schaffte ich es nicht, unter 6:00 min./km zu bleiben, und versaute mir den Schnitt auf 5:57. Witzigerweise habe ich dann aber auf dem Weg zu meiner Lieblingsstrecke durch den Wald wieder schneller laufen können. Hier meldete sich auch mein Ehrgeiz: ich wollte heute auf jeden Fall unter 6:00 bleiben.

Am Ende konnte ich noch 2,5 km mit Endbeschleunigung laufen, in einem Schnitt von 5:15, so dass ich nach 1:47h und 18,4 km wieder zu Hause ankam.

Mittlerweile ist fast alles wieder weggetaut, man könnte sicher schneller laufen. Aber durch den Neuschnee zu laufen (teilweise noch unberührt), das hat schon was.

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