wieder gefangen

Gestern, als ich mit kurzen Tights und dünnem Langarmshirt bei 10 Grad durch die Dunkelheit trabte, erinnerte mich genau diese Tatsache wieder daran, dass ich meine Laufleidenschaft wieder komplett zurückgewonnen habe. Da ich jeden meiner Läufe dokumentiere („just to confuse the Russians“), kann ich das auch an den reinen Zahlen sehen.

Das erste Halbjahr war ja noch geprägt von Laufunlust und dem verzweifelten Kampf meines Läufer-Ichs gegen einen übermächtigen Schweinehund. Von Jahresbeginn bis Ende Mai hatte ich gerade mal 272 km erlaufen – das sind etwas mehr als 50 km pro Monat. Zum Vergleich: im April 2011 (vor meinem ersten Marathon) hatte ich 271 km auf der Uhr.

Glücklicherweise wurden die Schatten, die der 24h-Lauf vorauswarf, lange genug, um mich einzufangen. Der letzte Test, ob ich überhaupt noch 20 km durchstehen kann, wurde beim Hittfelder Volkslauf bestanden, und Schweini kam wieder in die Kiste. Den Juni konnte ich so als ersten Monat des Jahres mit über 100 km verbuchen. Das erste Halbjahr beendete ich aber trotzdem mit mickrigen 390 km. Auch hier zum Vergleich: im 1. Halbjahr 2011 waren es 1.249 km, mehr als das Dreifache.

Trotz Urlaubs schaffte ich im Juli, den Juni leicht zu toppen, und konnte dann – mit dem 24h-Lauf vor der Nase – im August 162 km abspulen. Das war der beste Monat seit Februar 2012! Den 24h-Lauf brachte ich gut über die Bühne, und den Schwung nahm ich gleich mit. Der September 2013 schaffte es somit mit 196 km in die Top 5 meiner laufintensivsten Monate aller Zeiten. Überflüssig zu erwähnen, dass die Top 4 allesamt aus 2011 stammen.

Der Oktober fing mit bisher 62,3 km gut an, trotz anstehendem Urlaub sollten 150 km drin sein. Seit letzter Woche habe ich somit für Halbjahr 2 auch mehr km auf dem Zettel als im gesamten ersten Halbjahr 2013. Am Ende werde ich wohl auf 1.300 bis 1.400 Jahreskilometer kommen – auf jeden Fall mehr als letztes Jahr (1.099 km).

Meine aktuellen Ziele für das nächste dreiviertel Jahr beinhalten ein bis drei Marathons, daher wird die Laufleistung ähnlich hoch bleiben – und vermutlich auch noch steigen:

  • Adventslauf Ratzeburg (26 km) am 1.12., wenn möglich mit neuer Bestzeit (Schnitt ca. 5:30 min./km)
  • Marathon Öjendorf 28.12., durchkommen (Schnitt > 6:30 min./km)
  • Marathon Kiel 22.02., durchlaufen (Schnitt < 6:30 min./km)
  • Marathon Kopenhagen 18.05., durchlaufen (Schnitt um 6:00 min./km)

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