fast ’nen Marathon zum Marathon

Heute war Hamburg Marathon. Zwei Lauftreff-Freunde haben bei tollem Laufwetter teilgenommen – und auch tolle Ergebnisse erzielt. Svend, Stefan: Glückwunsch! Ich selbst habe natürlich etwas wehmütig über die Elbe geschielt, auch wenn ja schon lange klar ist, dass ein Marathon für mich derzeit weit entfernt ist. Moment mal, muss man den an einem Tag laufen?

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich momentan aufgrund meiner beruflichen Situation unter der Woche kaum Zeit habe. Ich komme Montag bis Donnerstag meist erst gegen 19:45h zu Hause an und habe wenig Drive, dann noch laufen zu gehen. Lange Einheiten sind eh nicht drin. Glücklicherweise habe ich aber Freitags frei, so dass ich drei aufeinanderfolgende Lauftage habe. Toll. Drei Tage laufen, vier Tage Pause? DEN Trainingsplan gibt es nicht. Normalerweise soll man ja nach den Tempoeinheiten und nach dem langen Lauf jeweils einen Tag Pause machen.

Ich habe also begonnen, darüber nachzudenken, wie ich den Trainingsplan mit meiner Freizeit in Einklang bringe. Der Plan sieht vor, am Dienstag Intervalle zu laufen, am Donnerstag Tempolauf, Samstag langsam kurz, Sonntag langsam lang. Diese Woche habe ich nun einfach folgendes ausprobiert und bin recht zufrieden:

Die Intervalle habe ich kurzerhand ersatzlos gestrichen. Den Tempolauf bin ich am Freitag gelaufen, genauso wie er im Plan steht. Dieses Mal war das die Aufwärtstreppe: 2000-3000-4000 Meter mit 1000 und 2000 m Trabpausen dazwischen. Die Zeit ist dem Halbmarathon im Juni angepasst: 5:39 – 5:53 min. für den km. Gelaufen bin ich die drei Treppen in 5:50, 5:45 und 5:44, womit ich sehr zufrieden bin. Am Ende standen mit Ein- und Auslaufen auch ordentliche 15,5 km auf der Uhr.

Jetzt hatte ich noch das Problem mit dem kurzen Lauf, der laut Plan immerhin mindestens 10 km haben sollte und dem langen Lauf, bei dem ich auf min. 19 km kommen sollte. Da ich aber keinen Regenerationstag dazwischen hatte, habe ich mich entschlossen, beide Läufe um etwa 3-4 km zu kürzen. Gesagt getan: Samstag bin ich dann nur etwas mehr als 6 km in einem 6:15er Schnitt gelaufen, und heute, am Sonntag, 16,5 km in 6:25 min./km. Ich war schon ganz froh, als ich wieder zu Hause war, denn das waren alles in allem dann doch 38,2 km in drei Tagen – das bin ich nicht mehr gewohnt. Ich habe dem Heißhunger und Durst freie Bahn gelassen, und ordentlich wieder aufgefüllt.

Das fühlt sich wieder an wie „richtiges Laufen“!!! Meine Knie habe zwar sofort protestiert, aber das kenne ich ja schon: die kriegen sich auch wieder ein. Hab ihnen zur Belohnung Voltaren gegönnt.

Ich denke, die Vorgehensweise ist nicht ideal, aber aktuell das Beste, was ich aus der Situation machen kann. Wie gesagt, gute 38 Kilometer sind es geworden, also fast ein Marathon – mein Hamburger Marathon 2013. :-)

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