Der Laufpodcast

Über Ostern ging’s mal wieder nach Usedom. Ostsee. Ende März. Schnee. Eis. Kalter Wind. Natürlich hatte ich Laufequipment mit und wollte zumindest zwei oder drei Läufchen machen. So um 10-12 km.

Meine Freundin Kathrin fragte dann, ob wir gemeinsam laufen könnten, was ich selbstverständlich bejahte. Auch wenn ich nach wie vor gerne alleine laufe, zusammen macht’s eben auch viel Spaß. Kathrin läuft zum Spaß und immer so um und bei 6 km, also war das auch unsere vage Idee. Von Ahlbeck aus läuft man die Strandpromenade schnurgeradeaus bis zur polnischen Grenze. Einmal um den „Schlagbaum“ und dann wieder schnurgerade zurück.

Wir liefen ein schönes und lockeres Tempo und unterhielten uns über dies und jenes. Laufen, Politik, Steuern, das Wetter usw. An der Grenze angelangt informierte ich sie darüber, dass sie heute über 7 km laufen würde (ich hatte ruckzuck im Kopf 3,6 km einfacher Weg mal zwei genommen). Der Rückweg gestaltete sich ähnlich wie der Hinweg: Sabbeln, Labern, Laufen, Schwafeln, Schnacken, Reden, Laufen…

Nach diesem erfolgreichen Lauf, für den wir etwa 45 Minuten brauchten, machten wir uns zwei Tage später an die selbe Strecke. Diesmal gingen wir etwas schneller an (es schneite leicht, das war vermutlich der Grund) und sabbelten trotzdem, was das Zeug hielt. Ich erwähne das aus dem einfachen Grund, dass Kathrin das wohl nicht gewohnt ist. Ich kenne das Geschnacke allerdings aus dem Lauftreff. Nachdem wir beim zweiten Mal die Strecke etwa 45 Sekunden schneller gelaufen waren (was eine gewisse Enttäuschung bei Kathrin hervorrief, hatte sie doch mit einer deutlicheren Verbesserung gerechnet), bedankte ich mich bei ihr für die Laufbegleitung.

Am Abend, als wir in der großen Runde versuchten, die durch das Laufen verbrannten Kalorien mittels Rotwein wieder in die geschundenen Körper zu prügeln, kam es dann: „Steffen hat die ganze Zeit nur gesabbelt, dem macht das gar nix beim Laufen“. Die Antwort meiner schlagfertigen Gattin kam prompt: „da hattest Du sozusagen einen Laufpodcast“.

Läuferisch habe ich über Ostern nicht wirklich aufgeholt, aber es war nett und bei dem Schweißwetter auch völlig ausreichend. Zur Zeit kämpfe ich noch mit der Sommerzeit und der dazugehörigen Müdigkeit; am Freitag will ich aber wieder für mindestens 12-15 km los.

3 Gedanken zu „Der Laufpodcast“

  1. Hallo Steffen,

    darf ich einfach mal ohne artiges Vorgeplänkel über Laufen und den Kram indiskret, plump und mit der Tür ins Haus (so bin ich nunmal …) hierzu:

    Meine Freundin Kathrin

    einhaken … (kannst den Kommentar dann auch sofort gerne wieder löschen 😉 ob ich daraus irgendwas rückschließen kann/darf/soll …?

    Fragen wären etwa: Anke? Kinder? Trennung? Scheidung? Wo? wenn „ja“ dann Wann? (Warum wäre wirklich zu indiskret – das sehe ich ein) … und sowas eben …

    1. Hi Lizzy, danke der Nachfrage, Anke und den Kindern geht es gut! :-)

      Du solltest wissen, dass ich in einem Alter bin, in dem ich bei einem Verhältnis von „meine Lebensgefährtin“ sprechen würde. „Meine Freundin“ ist schlichtweg eine Freundin und selbst ausreichend glücklich verheiratet :)

      Also: alles gut!

      Grüße aus dem Norden!

      1. Na prima – das war ja einfach :-) Gut, dass ich gleich gefragt und nicht erst lange hin-und hergegrübelt, Theorien entwickelt und wilde Szenarien entworfen habe …

        Dann grüß‘ doch bitte mal ganz herzlich und: ich bin euch eine Generationenfolge voraus. Wenn – hoffentlich – alles gutgeht, werde ich im Herbst Oma :)

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